Posts mit dem Label Tee werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tee werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 23. April 2013

Oh soleil! - DIY Naturkosmetik-Blondierungsspray

Hallo alle!

Seid ihr auch so motiviert durch das viele Licht, die weiche Luft und die allüberall anzutreffenden Blüten? Der Würzburger Ringpark ist ein einziges rosaweißes Blütensahnebaiser, die Luft riecht süß und verheißungsvoll und man kann sogar schon wieder ohne Schal nach draußen!
Hart.

Nachdem Livh ihr wundervolles Curryrezept geteilt und somit eine Möglichkeit geliefert hat, Sonne nicht nur zu spüren, sondern auch noch zu essen, widme ich mich heute mal dem schönen Schein.

Dass der Sommer kommt, erkennt man ja vor allem daran, dass in den Drogerien inzwischen Blondierungsspray mit fantasievollen Namen käuflich zu erwerben ist. Wer sich einigermaßen für Haarpflege und/oder Naturkosmetik interessiert, der kommt bei der Zutatenliste allerdings ins Grübeln, und wer noch so tickt wie ich, der fragt sich: soll ich echt so viel Kohle raushauen für ein Produkt,dessen Inhaltsstoffe sich für mich jetzt mehr so mittel anfühlen?

Doch Rettung naht!

Ich stelle euch heute ein supereinfaches, günstiges, veganes und nur zwei Zutaten enthaltendes Blondierungsspay vor. Zitrone hellt leicht auf, und Kamille umhüllt das Haar mit einem feinen Goldton.



Was also braucht man?
Wenig.

eine große Handvoll Kamillenblüten (für einsfünfzig, glaube ich, bei Müller)
eine große Zitrone.

Was macht man?

Zuerst bringt man 0,5 l Wasser zum Kochen und übergießt damit die Kamillenblüten. Der Tee muss mindestens eine Viertelstunde ziehen, es lohnt sich also, jetzt eine Runde duschen zu gehen und dabei auch mal wieder ordentlich zu peelen, die Beine zu rasieren usw., sich also mal richtig Zeit zu lassen und sich etwas Gutes zu tun. Nicht die Haare föhnen! Da kommt ja erst noch die Blondierung drauf!

Dann presst man die Zitrone aus, gibt den Saft zum Tee, rührt gut um und gibt die Mischung durch ein Sieb, um die Blüten und das Zitronenfruchtfleisch rauszuholen.

Und dann gibt man die Mischung auf die nassen Haare. Entweder nimmt man dazu eine Sprühflasche (man kann zum Beispiel eine leere Hitzeschutzsprayflasche nehmen), oder man nimmt eine alte Bürste und taucht sie in den Tee und bürstet die Blondierung auf.

Dann noch an der Luft trocknen lassen - im Sonnenschein ist die Wirkung der Zitrone besonders stark - und natürliche sommerliche Strähnchen aus natürlichen Zutaten genießen.
Tadaa!
Natürlich ist auch diese Aufhellung, wie jeder Aufhellungsprozess, mit einer verstärkten Beanspruchung der Haare verbunden, also gönnt ihen öfter mal eine Ölkur, wenn ihr parallel die Kamillenblondierung verwendet.
Außerdem wollt ihr vielleicht von Chlorwasser wegbleiben - die von Blondierungen bekannten Grüntöne können auch hierbei vorkommen.
Achja, und wie immer verwendet ihr diese unheimlich gefährliche Mischung auf eigene Verantwortung.

Ich möchte noch betonen, wie unfassbar altruistisch ich gerade bin. Meine Haarfarbe ist nämlich das hier:

And den Spitzen noch ein bisschen Henna, sonst stolze NHF-Trägerin!
Beachtet mein Koboldohr!
Ja, jedenfalls könnte ich gar nicht so viele deutsche Zitronen (hier ist ein literarischer Querverweis eingebaut. Wer erkennt ihn?) kaufen, um mir blonde Strähnchen zu verpassen. Dieser Eintrag fällt also in die Kategorie "Gut für's Karma".
Was machen wir dunkelhaarigen Schönheiten also?

Wir trinken die Mischung einfach. Denn sie macht nicht nur von außen hübsch, sondern auch von innen: Kamille entspannt und hellt die Stimmung auf, Zitrone entgiftet und beide sind gut für den Bauch.
Oder man nimmt es als sanftes, leicht aufhellendes Gesichtswasser.
Die Goldmädchen unter euch natülich auch.

Habt schöne sonnige Tage und seid gut zu euch!

Alles Liebe
Kiki

Sonntag, 3. März 2013

Versprochen ist versprochen II: Detox, Tee und Neuanfänge

Hallo alle,

jetzt endlich, endlich lässt sich die Sonne blicken. Hier auf dem Land, wohin ich mich zu Lernzwecken zurückgezogen habe, schauen schon die Blätterspitzen von Schlüsselblumen, Scilla und Kuckucksblume aus der Erde und alle Äste sind mit den Knospen kommender Triebe übersät. Das Land wartet nur auf ein paar warme Tage, um endlich loszulegen mit dem ganzen Reproduktionsbetrieb.

Ich freu mich auf die kommenden warmen Tage; die trockene, kalte Luft war überhaupt nichts für mich und hat meine sowieso miese Laune noch weiter verschlechtert. Ich hatte wirklich keine gute Zeit in den letzten Wochen; aber jetzt tanke ich ausgiebig Sonnenschein. auch dieser Post entsteht im Garten.
Gleich wird sich auch noch eine lange Wanderung durch den Wald anschließen - ich gönne mir heute Nachmittag lernfrei.

Was ich aber eigentlich postulieren wollte, ist ein Trip, auf den ich jedes Frühjahr komme: eine kleine Teekur, von der ich mir innere Reinheit verspreche.

Ich bin ein ziemliches Kräuterweiblein; ich mag das Gefühl, für meine Menschen sorgen können, auch wenn die Zombieapokalypse kommt und das Wirtschaftssystem zusammenbricht. Ich weiß, wo essbare Pilze stehen, welche Kräuter fiebersenkend sind und welche ein Pflaster ersetzen, welche Wurzeln nähren und welche Blätter beruhigen. Ich bin gewappnet.

Und ich weiß, welche Kräuter den Stoffwechsel anregen, welche reinigend wirken und welche gut in einen kleinen Frühjahrsputz von innen passen.

Vorweg: Wer meine Anregungen nachmacht, tut das auf eigene Verantwortung. Ich empfehle außerdem immer, die Kräuter zu kaufen, wenn man sich nicht auskennt. Apotheken sind da sehr gut sortiert und bestellen auch, falls sie etwas nicht vorrätig haben. 

Jetzt aber.

Allseits bekannt ist der Brennnesseltee als blutreinigendes, entwässerndes Hilfsmittel; auch bei leichten Harnwegsinfektionen hilft Brennnesseltee, weil man davon tatsächlich häufiger, nun ja, sagen wir - sich frisch machen gehen muss. Deswegen ist es wichtig, viel Wasser zu trinken, wenn man entwässernde Tees trinkt, nur so kann die reinigende Wirkung voll entfaltet werden. Das gilt für alle kommenden Vorschläge!
Ich mag das gerne, ich habe dann das Gefühl, der ganze Mist, der sich in der dunklen Jahreszeit in mir gesammelt hat - Gedanken, Gefühle - wird mit den Schadstoffen aus meinem Körper gespült.

Einfach einen Esslöffel getrocknete Brennnessel oder einen Beutel Tee pro Tasse verwenden und zwei Tassen pro Tag trinken. Nicht vergessen: viel andere Flüssigkeit dazu!

Brennnessel hat außerdem positive Wirkungen, wenn man an Eisenmangel leidet: die Wirkstoffe in der Pflanze erleichtern dem Körper die Eisenaufnahme. Weil ich immer blutarm bin, trotz Nahrungsergänzung, ist das ein tolles Gimmick für mich.

Auch spannend in Sachen Reinigung: ein Löwenzahnblättertee. Er wirkt nicht nur ausschwemend und blutreinigend, sondern regt zudem den Stoffwechsel an - der ideale Helfer gegen Frühjahrsmüdigkeit! Auch hier gibt es Tees (ich glaube, von Bad Heilbrunner bei dm), oder ihr holt euch das Kraut aus der Apotheke.

Ich mache mir immer eine große Kanne (1,5 l) Löwenzahntee, wobei das Kraut - 4 oder 5 Blätter - mit dem kalten Wasser angesetzt und zusammen aufgekocht wird. Auch hier: viel trinken!

Mein absoluter Liebling aber: Holunder. Von dem werde ich noch viel erzählen, aber vorerst ist für uns interessant: Holunder wirkt stark harntreibend, deswegen genügt eine Tasse pro Tag.

Einen gestrichenen Teelöffel Holunderblätter mit heißem Wasser übergießen und acht Minuten ziehen lassen.

Das sind die Tees, die bei mir im Frühling zum Einsatz kommen. Ich liebe sie, sie sind mein Ritual, mein Signal: Es geht wieder los.
Darüber hinaus haben sie bei mir eine unglaublich anregende Wirkung. Das hat damit zu tun, dass in meinem Kopf, in meinem Leben der Themenkomplex "Reinheit" eine massive Rolle spielt. Nicht nur mein Lebensraum soll rein sein (kühle Farben, viel Weiß, saubere Räume, sauberes Geschirr - deswegen fühle ich mich in meiner WG so unwohl, meine Mitbewohnerin ist nämlich ziemlich schlampig), auch mein Körper. Das treibt bisweilen Blumen des Bösen (Baudelaire-Referenz beabsichtigt) und ich bin sehr froh, dass ich meine eigenen Spleens auffangen kann, indem ich mich meinen Tees zuwende.
Wenn ich das Gefühl habe, von innen sauber zu sein, fällt es mir leichter, Dinge zu tun, von denen ich weiß, dass sie auf lange Sicht gut für mich sind. Zumindest in meinem Fall beuge ich somit also auch depressiven Verstimmungen vor.

Jetzt wisst ihr Bescheid, also: Hoch die Tassen! Ich wünsche euch eine schöne, warme Frühfrühlingswoche. Lasst es euch gut gehen und haltet das Näschen in den Sonnenschein. Vielleicht kommt ja schon die eine oder andere Sommersprosse zu Besuch?

Alles Liebe
Kiki