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Mittwoch, 9. Januar 2013

Lockenreview und Buch

Hallo Ihr Lieben,

ich schulde Euch noch einen Locken-Erfahrungsbericht! Für Produktreferenzenen bedienenen Sie sich bitte an meinem letzten Post "Es wird haarig."

  1. Airoller: No. No, no, no. Die Teile sind nicht schwierig ins Haar zu bekommen, auch für mich Grobmotoriker nicht. Aber, aber. Schlafen sei auf ihnen nicht zu empfehlen. Ich denke, wenn man morgens seine Haare wäscht, die Dinger, wenn das Haar fast trocken ist, einwickelt und dann ca. vier Stunden trägt, bis die Haare vollends getrocknet sind, kann das ganz gut werden. Ich habe das Prozedere eine Nacht durchgestanden, da meine Haare so glatt sind, dass auch Locken mit dem Lockenstab, ergo Hitze, manchmal nicht länger als eine Stunde halten und wenn ich so etwas schon mache, dann bitte mit größtmöglichem Effekt. Nach Entfernen der Airoller (mich stört ungemein, dass Rossmann das zweite "R" bei Airroller vergessen hat...) sahen meine Haare unglaublich wirr aus. Nun soll man ja nicht durch Locken kämmen, weil sie sich dann aufplustern. Also nur ein bisschen über Kopf mit den Fingern die Haare lockern. Grundsätzlich sah das Ergebnis dann nicht übel aus, nur sehr unregelmäßig. Außerdem hielten die Locken bei mir nicht lang, vier bis fünf Stunden vielleicht. Für den Aufwand: nie wieder. Drei Euro sind die Teile sicherlich wert und für eine Abendfrisur, wie es auf der Packung steht, reicht es allemal.
  2. Papilotten: Nicht viel besser. Sie hielten unglaublich schlecht in meinen Haaren, das Schaumgummi ist sogar kaputtgegangen beim Draufrollen und das Ergebnis war auch eher na ja... Ich habe aus Zeitmangel nicht mit den Papilotten geschlafen, sondern sie nur viereinhalb Stunden getragen und am Ende ein bisschen geföhnt, weil meine Haare noch nicht trocken waren. Das Ergebnis waren keine Locken, sondern Wellen, die leider nicht lange hielten.
  3. Mein Favorit: Bantu-Knots. Auf youtube findet Ihr z.B. hier eine tolle Anleitung zu Bantu Knots. Ich mache mit meinen Haaren immer zwischen drei und fünf Knoten (das schönste Ergebnis erhielt ich bisher mit drei). Es ist super einfach, man kann gut drauf schlafen und die Locken sind total schön, weich und locker. Ich war wirklich ganz hin und weg. Diese Locken halten je nach Luftfeuchtigkeit bei mir entweder wenige Stunden oder auch den ganzen Tag. Keine andere Methode hat meine Haare so natürlich gelockt aussehen lassen. Toll! Und das mit so wenig Aufwand. Abends benötige ich ca. 5-10min für die Knoten und morgens noch einmal fünf fürs Aufmachen und Entwirren. Schöne Locken ohne Hitze – mit Bantu Knots kein Problem!
Was ich noch ausprobieren muss, ist die bereits erwähnte "sock curl method" *click*, aber da die Bantu Knots so easy peasy sind, hatte ich bisher keine Lust drauf. ;)

Wecken solche Hair Reviews Euer Interesse oder langweilen sie Euch? Wollt Ihr so etwas selbst einmal probieren? (Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich mich jetzt für Haare interessiere...)


Etwas ganz Anderes:
Um den Jahreswechsel herum habe ich, wie vermutlich viele von Euch auch, viel über mich und meine Wünsche nachgedacht. Ein ganz alter Traum, den ich lange begraben hatte, welcher jedoch immer unterschwellig präsent war, ist der eines eigens von mir verfassten Buches. Nachdem ein Freund von mir letztes Jahr im Sommer sein Erstlingswerk, an dem er drei Jahre arbeitete, fertiggestellt hat und das nächste bereits in Planung ist, eine weitere Bekannte (beide sind im Übrigen fünf Jahre jünger als ich) gerade fleißig an ihrem Buch schreibt, wurde über die Neujahrstage mein Ehrgeiz geweckt und nun will ich auch endlich. Mein Problem war immer, dass ich keinen Plot hatte. (Problem besteht noch heute.) Nun habe ich gelesen, dass man einfach mal anfangen soll. Der Kreativität einen Tritt geben, indem man ihr quasi den Mittelfinger zeigt, wenn sie sich wieder nicht blicken lässt. Dass ich mir das Schreiben genau jetzt vornehme, wo ich doch eine 80-100 Seiten lange Magisterarbeit in der ersten Hälfte dieses Jahres verfassen muss, ist typisch für mich. Wenn schon, denn schon. Aber ich hab Lust drauf.  Niemand zwingt mich und ganz vielleicht ist es schön neben dem großen Studienwerk an etwas kleinem Persönlichen zu werkeln. Ich hoffe die Schallmauer der Buchstaben zu durchbrechen. Ein bisschen Ruhe von außen und inneres Glück. Vielleicht.

-Livh

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Es wird haarig.


In meinem Jahresrückblick sprach ich ja bereits von Haarentscheidungen, die ich 2012 traf. Deswegen gibt es heute einen Eintrag über Haare, meine Haare, um genau zu sein. Obwohl wir kein Beautyblog sind. Doch wir schreiben ja über Dinge, die uns guttun, gefallen, uns wohlfühlen lassen und da gehört dieses Thema dazu. :)

Ich trug mein Haar immer auf Schulterlänge, mal länger, mal kürzer. Immer unkompliziert, denn nichts kann ich weniger leiden als 20 Stunden im Bad zu verbringen um mich "aufzuhübschen". Das bin nicht ich. Meine Mutter hat sich früher immer darüber lustig gemacht und jedes Mal, wenn wir als Kinder beim Frisör waren, erteilte sie den Auftrag: "Für Livh nichts Kompliziertes, die macht eh nix mit ihren Haaren." Recht hatte sie. Ich gehe zum Billigfrisör, weil ich irgendwie nicht einsehe, mehr als 12€ für einen Schnitt zu bezahlen... Ja, böse, ich weiß. Aber solange die ihren Job in Ordnung machen...

Anyway. Nachdem ich in New York studierte und dort Frisörbesuche einfach unbezahlbar sind, ging ich in zwölf Monaten vier Mal zum Haareschneiden. Einmal noch in Deutschland, einmal in einer New Yorker Hair School und zwei Mal bei einem ziemlich teuren Coiffeur. Das ist für mich, die sonst alle vier Wochen zum Nachschneiden rannte, wirklich wenig. Da meine Mähne sowieso in atemberaubender Geschwindigkeit wächst und trotz dass jedes Mal ca. 5cm der Schere zum Opfer fielen, gewann sie ordentlich an Länge. Aus ursprünglich ca. 2cm über der Schulter ist mittlerweile fast BHV-Länge geworden. BHV, für die, die mit dem Slang der Beautyforen noch nicht ganz vertraut sind, steht für BH-Verschluss, und scheint eine generell stark angestrebte Haarlänge unter Mädchen zu sein. Aha. Well, da möchte ich mindestens hin.

Nachdem ich meine Pracht nie wirklich bewusst gepflegt hatte, stellte ich im Mai dieses beinah beendeten Jahres fest, dass ich nach dem Waschen nicht mehr durch meine nassen Haare bürsten konnte. Was war da los? Ich besprach mich mit einer Freundin, die mich fragte, ob ich Conditioner verwendete. Nö. Da lag das Problem also. Ich erstand irgendeine Spülung, amerikanisch, versteht sich, und fortan glitt die Bürste wieder durch die Haare wie Butter. Schon immer allerdings hatte ich mit abgebrochenen Haarenden zu tun. Weniger mit Spliss, sondern mit abstehenden, abgerissenen Enden. Wo kamen die nun her? Google sagte mir, dass ich meine Plastikbürste hurtig dem Mülleimer füttern und stattdessen ein Holzkamm hersollte. Die kleine Schweißnaht, mit der Plastikborsten geklebt werden, reißt nämlich die Haarstruktur kaputt. Aha aha. Bei The Body Shop kaufte ich zwei identische Holzkämme und seitdem gehört Bürsten der Vergangenheit an. Ich bilde mir ein dezent Besserung zu sehen. Außerdem, da ich seit ungefähr vier Wochen morgens auch nicht mehr durch mein trockenes Haar komme (bin oft zu faul, um mir Nachtzöpfe zu flechten), sprühe ich täglich von Schwarzkopf Gliss Kur Hair Repair *klick fürs Foto* vor dem Kämmen in die Haare. Zu meinem Bedauern enthält das Spray Silikone, aber es funktioniert so super und als Leave In bringt es sie wirklich zum Strahlen.

Im Spätsommer dann, als ich zurück in Deutschland war, wurde mir bewusst, dass man sich ab einer gewissen Länge wirklich intensiv um seine Haare kümmern muss, wenn eine schöne Mähne und keine fisseligen Strähnen gewünscht sind. Och nö... Im dm kaufte ich Haarpillen für 2 oder 3€ (mit Zink und Calcium), um von innen zu stärken. Seit mittlerweile knapp drei Monaten schlucke ich das Zeug und bilde mir auch an dieser Stelle ein, dass die Haarwurzeln stärker sind. Seit bald anderthalb Jahren färbe ich nicht mehr und mir fiel auf, dass meine Haare ohne Hennaschicht total schutzlos sind. Das Henna sah klasse aus, aber ich hoffe, dass mir meine Naturhaarfarbe bald auch gut gefällt. Ist sowieso schon beinah alles rausgewachsen. Deswegen lege ich viel Hoffnung auf die Extravitamine.

Bei Shampoos habe ich schon immer versucht nur Produkte ohne Silikone zu verwenden; kein Syoss, kein Garnier, sondern viel auf dm-Naturkosmetik, also alverde, gesetzt. Mehr als 3€ für ein Shampoo wollte ich allerdings nie bezahlen... Okay, das musste ich ändern. In den vergangenen drei Monaten musste ich Reste von vor-Amerika-Zeiten aufbrauchen (Nivea, und beim Guhl bin ich immer noch dabei), aber bald wird es wohl das Rehab von LUSH werden (KLICK). Die Marke Sante scheint ebenfalls sehr gut zu sein, nur weiß ich da nicht, ob ich das noch woanders als im Netz bekomme. Ich werde die Augen offen halten.

Was Conditioner angeht: alverde tut's bei mir nicht mehr. Meine Haare sind zu lang und ich habe zu viele davon auf dem Kopf, auch wenn sie fein und glatt sind, als dass ich nach dem Waschen noch locker und gewaltfrei mit dem Kamm durchkäme. Im Würzburger LUSH-Shop habe ich mir zwei Pröbchen für den Veganese- und den American Cream-Conditioner mitgeben lassen. Es wäre zu schön gewesen, wenn die vegane Spülung ausgereicht hätte (denn Veganese ist sehr ergiebig, ergo braucht Ihr nur total wenig davon)... Mein Haar möchte American Cream (liegt wohl am Namen).  Dieser ist leider nicht sehr ergiebig und meine Mähne trinkt ganz schön viel davon pro Waschgang... autsch. Für 14,50€ ist die Flasche beileibe kein Schnäppchen. Um den Geldbeutel in Zukunft zu schonen, habe ich den Google-Gott mal wieder befragt. In einschlägigen Beautyforen gibt es zuweilen "Heilige-Gral-Produkte", d.h. User preisen ihre Top-Haarprodukte an. Ziemlich viele Menschen schwärmten vom Alterra Granatapfel Conditioner von Rossmann. Wie praktisch, dass wir einen in der Nähe haben! Sprach's und kaufte einen. Den werde ich aber erst testen, nachdem American Cream geleert ist. Das wird noch dauern. Denn ...

(man beachte meine super Überleitung)

... obwohl meine Haare so viel von dieser Spülung benötigen, brauche ich noch mindestens anderthalb Monate, bis ich die Flasche entsorgen kann. Das nächste, große Thema der Haarpflege ist nämlich der Waschrhythmus. Früher wusch ich alle zwei Tage. Am zweiten Tag musste das dann aber auch wirklich sein. Über den Sommer habe ich den Rhythmus auf drei Tage gestreckt und versuche mich derzeit an vier. Iiiiiih, denkt Ihr? Mir erging's ähnlich. Allerdings finden Eure Haare das super; je seltener Ihr sie der Tortur des Waschens unterzieht, desto besser. Perfekt wäre einmal die Woche. Krass wenig, oder? Jedes Mal, wenn Ihr Eure Haare nassmacht, werden diese gestresst. Die Struktur wird gelockert. Eure Haare sind biegsamer und brechen schneller. Außerdem leidet Eure Kopfhaut, denn die mag am liebsten vom Haarfett gepflegt werden und der vorherrschende pH-Wert auf dem Kopf gerät immer ein bisschen durcheinander bei der Reinigung. Wenn man seinen Waschrhythmus verlängern möchte (ehrlich, Mädels, Duschen ohne Haare ist sowieso viel entspannter und man verliert nicht so viel Zeit beim Stylen), muss man die erste Zeit fettige Haare durchstehen. Bei mir war's nie so schlimm. Eure Haare werden's Euch danken.

Wobei wir bereits zum nächsten Punkt kommen: das Styling. Wie ich bereits erwähnte, habe ich mich nie viel darum gekümmert. Je länger die Mähne aber wurde, desto weniger schmeichelte sie meiner runden Gesichtsform. Ich habe wirklich viele Haare, die trotz Stufenschnitt sehr schwer sind und dementsprechend platt liegen. Glattere Haarpracht als meine hat die Welt selten gesehen; das macht alles nur schlimmer. So begann ich das Locken mit dem Lockenstab "Pearl Wand" von Remington. Anfangs benötigte ich 40min zum Locken all meiner Haare. Aaaaargh. Viel zu lang! Mit beinah täglicher Übung und unter Unverständnis ausdrückendem Kopfschütteln meines Mitbewohners verringerte sich die Zeit auf 15min. Voll okay. Leider, leider tut Styling mit Hitze unseren empfindlichen Haaren gar nicht gut. Meine haben es mir zwar nicht wirklich übel genommen, aber vielleicht kann sich mein Haarzustand ja noch etwas bessern, wenn ich die Hitze weglasse? Wie aber schöne Locken ohne Hitze erzeugen? Meine Mutter schlug eine leichte Dauerwelle vor. Alkalische Dauerwellen halten schön lang, ca. sechs Monate, schädigen die Struktur aber stark. Saure DW hingegen sind schonender, halten jedoch, wenn überhaupt, nur halb so lang. Irgendwie wollte ich das meinen Haaren nicht antun ohne andere Möglichkeiten zu testen... so recherchierte ich und wurde fündig. Zunächst gibt es natürlich die Möglichkeit des Einwickelns auf Papilotten und papilotten-ähnlichen Dings. Bei Rossmann erstand ich 15 Papilotten (13mm) und sogenannte Airoller (30 Stück für 2,99€). Mein Favorit, den ich noch testen muss wie den Rest, ist aber die "sock curl method". Man nehme eine Haarsträhne (feucht; entweder einsprühen oder nasse Haare antrocknen lassen), wickele diese um eine Socke und binde ebenjene Socke oben am Ansatz leicht zu. Man schlafe in diesen Socken (man braucht ca. 4-12, je nach gewünschter Lockengröße) und am Morgen habe man wunderschöne Locken. Auf YouTube findet Ihr etliche Videos dazu – mit phänomenalem Ergebnis! Ich werde das bald mal ausprobieren und Euch berichten.

Gerade sitze ich zum ersten Mal mit den Airollern im Haar am Küchentisch und verfasse diesen Post. Morgen Früh werde ich sie entfernen und Euch vom Ergebnis berichten. Ich bin sehr gespannt...

Kümmert Ihr Euch auch (gern) um Eure Haare? Welche Produkte erlangten bei Euch Heiligen-Gral-Status? Was mögt Ihr (nicht) an Eurer Mähne?

Lasst es Euch gutgehen,
-Livh